Sonntag, 13. November 2011

Armin (#40)


Armin war der erste Photograph, den ich nach einem Photo fragte. Er rief gleich aus, daß ich da genau den richtigen gefragt hätte, er habe Photographie studiert und könne mir ein paar Dinge darüber erzählen. Es folgte dann aber kein ermüdendes Lehrgespräch, sondern eine sehr angenehme Unterhaltung. Mir gefiel vor allem, daß Armin betonte, es gebe kein „richtig“ und kein „falsch“ in der Photographie – entspricht das doch meiner Meinung: Es gibt eine Menge sogenannter Regeln, die einem helfen können, das zu erreichen, was einem vorschwebt – und sei es, indem man sich bewußt über sie hinwegsetzt.

Natürlich haben Armin und ich uns recht lange über Photographie unterhalten. Als wir uns schließlich trennten, sah ich ihn eine Stunde später draußen vor einem Café sitzen, wo wir wieder an unser vorhergehendes Gespräch anknüpften.

Armin befand sich in Begleitung zweier Damen, und wie das so ist wenn ein Mann mit mehreren Frauen unterwegs ist, schien er ganz froh, eine kleine Pause zu haben, in der er sich mit einem Mann unterhalten konnte – oder auch umgekehrt. Dennoch machten auch die beiden Frauen einen sehr netten Eindruck – die eine wollte unbedingt wissen, warum ich Armin angesprochen hatte und war geradezu glücklich, als ich auch Armins Schal als einen der Gründe nannte: Sie hatte den Schal nämlich ausgesucht und Armin gesagt, daß er gut damit aussehe.

Photographie ist für Armin mittlerweile nur noch ein Hobby, er betreibt einen Korrektur- und Textservice.

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